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Urlaub auf dem Wasser
Bei
Yachtcharter Römer findet jeder Gast ideale Voraussetzungen für
einen Bootsurlaub ganz nach seinem Geschmack.
| Kurs
Berlin |
Es
ist die einzigartige Mischung aus Wasser, Natur, Kunst und Kultur,
warum immer häufiger Urlauber aus dem In- und Ausland mit
einem Charterboot von der Müritz Richtung Spree fahren.
Zudem präsentiert die Großstadtmetropole mit ihren
zahlreichen Wasserstraßen abwechslungsreiche Möglichkeiten
für einen Urlaub auf dem Wasser. In
diesem traumhaft schönen Revier vergessen Sie die Zeit.
Eine Törnempfehlung für alle, die den Altagsstress
hinter sich lassen wollen. |
| Text
und Fotos: Doris und Andreas Saal, www.fotomaritim.de
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Im
Nordwesten Berlins, rund zwei Autostunden von der Hauptstadt
entfernt, betreibt Yachtcharter Römer eine Charterstation.
Sie liegt in der Marina Buchholz am Ende der Müritz-Elde-Wasserstraße.
Mit seinen Booten
lassen sich aufgrund der geografisch günstigen Ausgangslage
erlebnisreiche Urlaubstörns quer durch die mecklenburgischen-
und märkischen Gewässer bis hin nach Berlin
realisieren.
Für
unseren zweiwöchigen „One-Way-Törn“ haben
wir uns als Reiseziel das Aparthotel an der Spree in Berlin-Köpenick
vorgenommen. Genau hier betreibt Yachtcharter Römer eine
zweite Basis. Bei Bedarf wird dann rechtzeitig zum Urlaubsende
das eigene Auto überführt. So entsteht bei der Abreise
kein unnötiger Zeitverlust.
Vorab sei
noch darauf hingewiesen, dass zum Führen eines Charterbootes
bis nach Köpenick der amtliche Sportbootführerschein
-Binnen- vorgeschrieben ist! |
| Zeit
zum Ablegen. |
Von Buchholz
sind es über den Müritzarm bis zur „Kleinen
Müritz“ rund acht Kilometer. Dieser Abschnitt ist
noch Bestandteil der Müritz-Elde-Wasserstraße (MEW).
Weiter Richtung Berlin ändert sich der Kurs auf Höhe
der Spaltungstonne. Genau hier zweigt das Fahrwasser der Müritz-Havel-Wasserstraße
(MHW) nach Südosten ab. |

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Knapp 32 km schlängelt sie sich mitten durch die Mecklenburgische
Kleinseenplatte mit ihren herrlichen Waldseen, endlosen
Schilfgürteln und farbenprächtigen Seerosenteppichen.
In verträumten
Buchten sucht sich hier jede Crew ihr eigenes Ankerplätzchen.
Idylle, so weit das Auge reicht. Fest steht: Hier kommen Naturliebhaber
auf ihre Kosten.
Auf
der „Kleinen Müritz“ zeigen Hinweistafeln,
wo es lang geht |
| Fürstenberg
lässt grüßen |
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Natur
pur an der Oberen Havel-Wasserstraße |
Schleuse
Strasen: Im Oberwasser gibt es am rechten Ufer eine Anlegemöglichkeit.
Über eine Holzbrücke erreicht man das Restaurant „Zum
Löwen“. Der Biergarten liegt direkt am Wasser und
als Gast sitzt man quasi in der ersten Reihe. Regionaltypische
Köstlichkeiten, Fischspezialitäten und deftige Hausmannskost
stehen auf der Menükarte.
Bei Priepert
mündet die Müritz-Havel-Wasserstraße in die
Obere Havel-Wasserstraße (OHW). An dieser Stelle gibt
es zwei Möglichkeiten: In nördliche Richtung mit dem
Ziel Neustrelitz oder östlich weiter nach Berlin, zu der
wir uns entscheiden. |

Die
idyllische Steinhavel ist Bestandteil der Oberen Havel-Wasserstraße |
Die
jetzt vor uns liegende Steinhavel zählt zu den landschaftlich
schönsten Abschnitten dieses Törns. Zwischen Menowsee
und Röblinsee mäandert sie rund drei Kilometer quer
durch dichtem Laubwald. Mittendrin: die Schleuse Steinhavel.
Ihr Hub liegt bei rund 1,50 m.
Ab dem Menowsee
verlässt man das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Weiter
Richtung Berlin geht es dann quer durch Brandenburg. |

Die
gastfreundliche Havelstadt Fürstenberg hat ein Herz für
Wassersportler |
Fürstenberg
lässt grüßen.
Die Wasserstadt
gilt aufgrund ihrer Lage als „Tor zur Mecklenburgischen
Seenplatte“. Der Yachtclub Fürstenberg und die Marina
Fürstenberg bieten für einen Landgang beste Voraussetzungen.
Der anschließende Verbindungskanal zum Stolpsee ist ein
Revier für unzählige Eisvögel, Haubentaucher
und Graureiher. |
| Kulinarische
Genüsse |
Als
nächstes Tagesziel des Chartertörns haben wir uns
Burgwall vorgenommen. Doch bis dahin machen wir noch einen kleinen
Zwischenstopp in Bredereiche. Der kleine Ort mit seinen 800
Einwohnern wird von ländlicher Idylle umgeben. Die Gaststätte
„Bootshaus“ sollte einen Aufenthalt wert sein. Sie
liegt im Oberwasser der Schleuse Bredereiche bei km 48,20 (LU).
Bootsfahrer sind immer willkommen. Besonders an die schmackhaft
zubereiteten Fischspezialitäten erinnert man sich später
gerne zurück.
Zwischen
Bredereiche und der Schleuse Regow bestimmt wieder unberührte
Natur das Landschaftsbild. Wie ein silberner Faden schlängelt
sich die Havel durch Wiesen und Auen. Man bekommt den Eindruck,
als wäre die Zeit stehen geblieben. Auf einem knorrigen
Baum sitz majestätisch ein roter Milan. An den Ufern schnattern
unzählige Wasservögel. Für Naturfreunde gibt
es in diesem Wassersportrevier Fotomotive im Überfluss.
Szenenwechsel.
Sie essen gerne frischen Ziegenkäse? Dann sind Sie bei
Hans-Peter Dill und Sabine Denell genau richtig. Ein Besuch
in ihrer Ziegenkäserei lohnt sich allemal. Anlegen kann
man problemlos am befestigten Ufer im Ober-und Unterwasser der
Schleuse Regow. Übernachten im Boot ist erlaubt. Im Hofladen
wird frischer Ziegenkäse angeboten, beispielsweise der
„Hugenottenleib“, ein sechs Monate gereifter Ziegenhartkäse
oder der halbfeste Schnittkäse „Zehdenicker Handstrich“.
Wir probieren querbeet und sind begeistert.
Die anschließenden
Schleusen Regow, Zaaren und Schorfheide arbeiten im Automatikbetrieb.
Auch von einem Hausboot aus lassen sie sich problemlos bedienen.
Aussteigen ist nicht erforderlich.
Anschließend
dann Anlegen beim Gasthaus „Zur Fähre“ in Burgwall.
Dieser bekannte Gastronomiebetrieb bietet einen netten Service
und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Täglich wechselnde
Fischgerichte und deftige Hausmannskost gehören zum Angebot. |
| Zum
ehemals größten Ziegeleirevier Europas |
Unser
erstes Ziel am nächsten Tag ist die Marina im Ziegeleipark
in Mildenberg. Von Burgwall sind es nur 2,5 km. Man liegt im
Grünen, am Rande der Schorfheide. Landgang gehört
zu einem „Muss“, denn der Hafen wurde 2002 auf dem
Gelände zweier denkmalgeschützter Großziegeleien
gebaut. Hier können Sie Ziegeleigeschichte und Führungen
mit ehemaligen Ziegeleiarbeitern durch Maschinenräume und
Produktionshallen hautnah erleben. Mit Mildenberger Ziegel haben
Baufirmen früher in Berlin ganze Stadtteile errichtet.
Eine kleine Feldbahn fährt heute als Touristenattraktion
von den Tongruben bis hin zur Verarbeitungszentrale.
Ablegen
in Mildenberg. Nur acht Kilometer weiter talwärts, dann
ist Zehdenick in Brandenburg erreicht.
Es gibt
zwei Sportbootanlagen: Marina Zehdenick und 200 m weiter den
Stadthafen. Auch wir übernachten hier, denn die Marina
bietet einen umfangreichen Service rund ums Boot und Zehdenick
lohnt sich auch für einen längeren Landgang. Im Ort
gibt es einiges zu besichtigen. Allen voran das liebevoll restaurierte
Havelschloss. Highlight für Bootsfahrer ist die Zugbrücke.
Mitten in der Stadt überspannt sie die Havel. Die alte
Brücke wurde 1953 demontiert und anlässlich der 775-Jahrfeier
neu gebaut. Seitdem ist sie in Betrieb. |
| Die
größte Schleuse im Revier |
Ablegen
in Zehdenick. Heute Abend wollen wir das Wassersportzentrum
Nord-West in Hennigsdorf erreichen.
Erstes Manöver:
die Schleuse Zehdenick. Sie wurde auf Automatikbetrieb umgerüstet.

In
der Schleuse Zehdenick ist beim Schleusen zu Berg auf
Querströmungen zu achten |
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Es
funktioniert alles einwandfrei, aber Wahrschau: Beim Schleusen
zu Berg entstehen in der Kammer unangenehme Querströmungen.
Der Wassereinlauf erfolgt bei den gelben Markierungen.
In diesen Bereichen sollte man möglichst nicht anlegen.
Richtig und ausreichend angebrachte Fender verhindern
unnötige Blessuren am Boot.
Noch
ein Tipp: An den Befestigungsstangen müssen die Leinen
umgelegt werden, sie lassen sich nicht durchgehend fieren.
Schaltet die Lichtzeichenanlage auf grün, wird automatisch
auch die Zugbrücke geöffnet. Sie ist nur wenige
Meter von der Schleuse entfernt. |
Der nun
anschließende Vosskanal zählt noch zur Oberen Havel-Wasserstraße.
Vorbei sind die landschaftlich schönen Abschnitte. Triste
Kanalatmosphäre dominiert. Bei Liebenwalde, in Höhe
des Abzweigs zum Finowkanal, endet die OHW. Über den Malzer
Kanal geht es rund drei Kilometer bis zur Havel-Oder-Wasserstraße
(HOW). Sie führt auf direktem Weg nach Berlin.
Hier muss
man dann auch die größte Schleuse dieses Törns
passieren. Es ist die Schleuse Lehnitz bei Oranienburg. Ihre
Kammer hat eine Nutzlänge von 125 m und einen Hub bis 6
m. Geschleust wird mit den dicken Pötten. Um Schäden
an der Bordwand zu vermeiden, beherzigen Sie beim Auslaufen
bitte diese Grundregel: Leinen erst lösen, wenn alle Berufsschiffe
die Kammer verlassen haben, anderweitig beeinflusst das Schraubenwasser
ein sicheres Manövrieren. Heißt: Der Schwell spielt
mit Ihrem Boot unweigerlich Katz und Maus. |
| Berlins
Stadtrand |
Wir
erreichen das gastfreundliche Bootshaus Dietrich am Westufer
des Lehnitzsees. Es besteht bereits seit 1956. Im gemütlich
eingerichteten Eiscafé werden warme Gerichte, Kaffee
und Kuchen serviert. Beim Landgang bestehen in der näheren
Umgebung gute Möglichkeiten zum Radfahren und Wandern.
Das Schloss Oranienburg liegt quasi vor der Haustür.
Berücksichtigen
Sie aber, dass es von der Marina Zehdenick bis zum Bootshaus
Dietrich auf der rund 30 km langen Strecke keine geeignete Übernachtungsmöglichkeit
gibt!
Marina Havelbaude
haben wir als nächsten Hafen ausgewählt und sind bei
der Ankunft überrascht. Auch hier liegt man im Grünen,
inklusive Idylle mit Vogelgezwitscher. In den vergangenen Jahren
wurde ständig modernisiert und so mauserte sich auch dieser
Hafen zu einer guten Adresse für einen Aufenthalt auf dem
Wasser. Seit einigen Jahren schon erweitert eine mobile Tankstelle
mit Diesel den Service und auch das Wirtshaus Havelbaude kann
sich sehen lassen. Charter- Gäste sind hier immer willkommen.
Letzte Etappe:
Die Havel bis nach Hennigsdorf. Vorbei geht es an gigantische
Stahlwerke aus alter Zeit. Gleich im Anschluss wird Schrott
verladen. An den Kaianlagen dröhnt und scheppert es, wenn
die Kräne kolossale Mengen gepresstes Metall auf Binnenschiffe
verladen. Der Anblick ist nicht schön, aber beeindruckend.
Bei km 10,40
(RU) der Havel-Oder-Wasserstraße zweigt der Havelkanal
nach Westen ab. Das Wassersportzentrum Nord-West liegt nach
900 m an Backbord. Diesen attraktiven Hafen, er gehört
übrigens gerade noch zu Brandenburg, haben wir zum Übernachten
gewählt, weil er jeglichen Komfort und eine gute Gastronomie
bietet. Nur 200 m entfernt verläuft die Landesgrenze Brandenburg/Berlin. |
| Im
Labyrinth der Berliner Gewässer |
In
der Hauptstadt sollten Sie während Ihres Chartertörns
vier bis fünf Tage für Landgänge und für
Törnvarianten einplanen, denn Reichstag, Weisse und Berliner
Luft faszinieren. Hinzu kommen noch reizvolle Gewässer
in dem sich angrenzenden Nachbarland Brandenburg. Sie
liegen quasi vor Berlins Haustür. Einige Beispiele:
Die Potsdamer Havel im Westen zählt dazu, im Südosten
sind es Dahme, Storkower- und Teupitzer Gewässer sowie
der Scharmützelsee. Alle zusammen bilden ein einzigartiges
Paradies für den Wassersport.
Ablegen beim
Wassersportzentrum Nord-West in Hennigsdorf. Wir wollen heute
über die Spree quer durch Berlin-Mitte bis nach Köpenick
zum Endpunkt des Törns fahren.
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Das
Wassersportzentrum Nordwest bietet auch Chartergästen
einen umfangreichen Service |
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Die
Schleuse Plötzensee am Hohenzollernkanal ist mit
Betriebspersonal besetzt |
Zunächst
geht es talwärts über die Havel-Oder-Wasserstraße
Richtung Spandau. Es sind nur fünf Kilometer. Gleich unterhalb
der Einmündung des Tegeler Sees zweigt der Hohenzollernkanal
nach Südosten ab (HOW-km 3,50 LU). Rund 12 km ist er lang,
gerade und steinig sind seine Uferböschungen. Ihn zu befahren
wird schnell langweilig. Am Ende passieren wir die Schleuse
Plötzensee zu Tal. Zur Spree (Spree-Oder-Wasserstraße)
fährt man jetzt drei Kilometer weiter über den Westhafenkanal
und den anschließenden Charlottenburger Verbindungskanal.
An seiner Einmündung beim bekannten „Spreekreuz“
fällt dann die Entscheidung: Entweder fährt man nordöstlich
über die Spree nach Berlin-Mitte oder südöstlich
weiter durch den Landwehrkanal, der in Treptow bei km 21,20
wieder in die Spree mündet. Wie geplant, steht heute Berlin-Mitte
auf dem Programm, morgen der Rundtörn über den Landwehrkanal. |
| Ab
durch die Mitte |
Wir
kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Supermoderne Bürohäuser
dominieren. Glasfassaden in sämtlichen Farben spiegeln
sich eindrucksvoll im Sonnenlicht. Dem exquisiten Sorat-Hotel
folgt das Innenministerium. Dieses elegante Regierungsgebäude
präsentiert architektonische Meisterleistung. Nichts erinnert
mehr an riesige Großbaustellen, die uns noch vor einigen
Jahren aus der Bordperspektive faszinierten.
Dann geht
es Schlag auf Schlag: Zunächst Schloss Bellevue, der Sitz
des Bundespräsidenten. Gleich danach die muschelförmig
gebaute ehemalige Kongresshalle, einst Wahrzeichen West-Berlins
Sie wird im Berliner Volksmund noch immer „schwangere
Auster“ genannt. An dem gigantischen Verkehrsknotenpunkt
„Hauptbahnhof Lehrter Bahnhof“ sind alle Arbeiten
abgeschlossen.
Im Anschluss
folgt das Kanzleramt, ein mondänes Gebäude aus Glas
und Beton. Majestätisch demonstriert der aufwendig sanierte
Reichstag deutsche Geschichte. Sein ausdrucksvoller gläserner
Kuppelbau strahlt während der Dunkelheit weit sichtbar
in alle Himmelsrichtungen und so dauerte es bei den resoluten
Berlinern nicht lange, da bekam auch das eindrucksvollste Haus
der Republik sein Fett weg. Als „Glühbirne“
macht der Reichstag seinen Spitznamen alle Ehre.
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| Das
eindrucksvolle Innenministerium an der Spree präsentiert
architektonische Meisterleistung vom Feinsten |
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Ein
Chartertörn über die Spree führt auch am
Berliner Reichstag vorbei |
Mit den
Highlights geht es immer so weiter. Die Museumsinsel, das Bode-Museum,
die Alte Nationalgalerie, das Alte Museum und der Berliner Dom
signalisieren Nostalgie pur. Und sie erinnern an Preußens
Glanz und Gloria. Vorbei geht es am bildschönen Nikolaiviertel.
Die anschließende Mühlendammschleuse passieren wir
zu Berg. Bis Köpenick sind es noch 15 km. Am späten
Nachmittag ist der Stadtteil im Südosten erreicht, eine
weitere Attraktion an diesem Tag.
Es waren
Färber, Waschfrauen und Fischer, die damals Alt-Köpenick
prägten. Und natürlich auch die Legende vom „Hauptmann
von Köpenick“. Erst 1920 wurde dieser Ort eingemeindet,
bildet heute mit über 120 Quadratkilometer Fläche
den größten Bezirk Berlins. Rund 70 Prozent bestehen
aus Wald und Wasser. Blickfang ist das Schloss, ursprünglich
1558 von Kurfürst Joachim II. als Jagdsitz errichtet.
Bei km 30,20
(RU) der Spree-Oder-Wasserstraße erreichen wir den Zielhafen
unseres Chartertörns, das Aparthotel an der Weiskopffstraße.
Wie schon anfangs erwähnt, ist es auch die Charter - Basis
von Yachtcharter Römer. Das Hotel verfügt u.a. über
49 Zimmer, Sonnenterrasse und Restaurant. An der Steganlage
können je nach Größe neun Boote festgemacht
werden. Ein ausgiebiger Landgang lohnt sich in Köpenick
allemal. Das Zentrum mit der Altstadt erreicht man nach rund
3,5 km Fußweg. |
| Brücken
in allen Varianten |
Wir
haben noch Zeit im Gepäck und so steht für den heutigen
Tag die Passage durch den Landwehrkanal auf dem Programm.
Abends wollen
wir dann wieder am Steg des Aparthotels übernachten.Zunächst
fahren wir den reizvollsten Abschnitt der Spree noch einmal,
denn zwei Bauwerke sind es wert, gründlich fotografiert
zu werden:
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Bei
der Allianz-Versicherung in Höhe SOW-km 21,70 ist
es zunächst die Skulptur „molecule man“.
Auf Betonsockel ragt sie 30 Meter hoch aus dem Wasser,
geschaffen vom amerikanischen Künstler Jonathan Borowsky.
Das raffinierte Kunstwerk aus gelochtem Aluminium zeigt
drei Männer, die sich mit ihren Armen an den Oberkörpern
festklammern. Sie symbolisieren den Zusammenschluss der
Stadtteile Friedrichshain, Treptow und Kreuzberg, die
hier aneinander grenzen
„molecule
man“: Diese Skulptur symbolisiert den Zusammenschluss
der Stadtteile Friedrichshain, Treptow und Kreuzberg |
Ebenso eindrucksvoll
ist die Oberbaumbrücke bei SOW-km 20,70. In zwei Etagen
überspannt sie mit ihren gemauerten Rundbögen die
Spree: oben fährt die U-Bahn, unten Autos. Dieses architektonische
Prunkstück zählt ohne Frage zu den schönsten
Brücken Berlins.
Vorbei geht
es erneut am Regierungsviertel. Wer diese Strecke in Ruhe genießen
möchte, sollte das Wochenende meiden. Ab zehn Uhr fahren
die Ausflugsdampfer und befördern Touristen aus aller Welt.
Tausende sind es täglich. Auf diese hektische Szenerie
sollte man besser verzichten. An den Wochentagen von Montag
bis Freitag fährt es sich wesentlich angenehmer.
Beim Spreekreuz
in Höhe SOW-km 9,00 zweigt in südöstliche Richtung
der Landwehrkanal ab. Er mündet bei km 21,20 (LU) wieder
in die Spree. Auf seiner Gesamtlänge von knapp elf Kilometer
regeln zwei Schleusen den Wasserstand. Zu Berg passieren wir
die Unterschleuse und fahren vorbei am Zoologischen Garten mit
seinen Tiergehegen unmittelbar am Wasser.
Mächtige
Kastanien überspannen das Wasser. Während der Passage
fährt man quer durch Berlins Stadtteile Tiergarten, Schöneberg
und Kreuzberg. An den Ufern bieten Parkanlagen und Wiesen beste
Voraussetzungen zum Verweilen in der ersten Reihe.
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Der
Landwehrkanal beeindruckt mit seinen verschiedenen Brücken.
Eine präsentiert sich schöner als die andere.
Ob modern, nostalgisch oder zweckmäßig: alle
Bauvarianten sind vertreten. Die geringste Durchfahrtshöhe
wird mit 3,45 m angegeben. Es ist die Großbeerenbrücke
bei km 5,60 (lichte Höhe der mittleren Durchfahrt bei
Mittelwasser, Pegelstand 409 cm). Fragen Sie aber das Wasser-
und Schifffahrtsamt Berlin vor der Durchfahrt noch einmal
nach den aktuellen Daten (Adresse siehe Info-Teil). Die
Oberschleuse am Ende des Kanals hat nur einen Hub von rund
20 cm. Auf der anschließenden Spree fahren wir den
direkten Kurs wieder zurück nach Köpenick |
| Der
Landwehrkanal führt quer durch Berlins Stadtteile Tiergarten,
Schöneberg und Kreuzberg |
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| Fazit
unseres Hauptstadt-Törns |
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Die
Wasserlandschaft zwischen Buchholz und Berlin-Köpenick
mit dem Boot zu erkunden, macht einfach Spaß. Alleine
die Bordperspektive wird zu einem Genuss. Man könnte
mehrere Wochen fahren, es würde an keinem Tag langweilig
werden.
Es
ist eine gute Entscheidung, bei Yachtcharter Römer
einen 14-tägigen „One-Way-Törn“
zu buchen. So steht erheblich
mehr Zeit für Landgänge zur Verfügung.
Alternativ lässt sich die Strecke auch in einer Woche
bereisen. Dann sind zwangsläufig mehr Fahrstunden
pro Tag erforderlich und lohnenswerte Zwischenstopps fallen
dann deutlich kürzer aus. |
| Berlin-Köpenick
ist das Ziel unseres Chartertörns |
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| Häfen
für einen Aufenthalt |
Alle
Häfen anzulaufen und in diesem Reisebericht zu beschreiben,
ist aufgrund der Vielzahl nicht möglich. Bei den folgenden
Anlagen haben wir selber übernachtet. Wir können sie
empfehlen, weil bei ihnen ein problemloses An- und Ablegen möglich
war. Außerdem bieten alle einen gastfreundlichen Service,
WC und Duschen sowie Wasser und Strom am Steg.
Noch ein
Hinweis zu Berlin: In den vergangenen Jahren wurden zwar zahlreiche
öffentliche Anlegemöglichkeiten für einen Aufenthalt
bis maximal 24 Stunden eingerichtet, einen Sportboothafen mit
Gastplätzen gibt es in Berlin-Mitte noch immer nicht.
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| Müritz-Havel-Wasserstraße |
| km
2,20 (LU): Yachthafen „Am Ellbogensee“ |
| Obere
Havel-Wasserstraße |
| km
72,90 (LU): Yachthafen Priepert |
| km
59,60 (LU): Fürstenberger Yachtclub |
| km
59,60 (LU): Marina Fürstenberg |
| km
54,75 (LU): Bootshaus Himmelpfort |
| km
48,20 (LU): Gaststätte „Bootshaus“ |
| km
24,50 (LU): Gasthaus „Zur Fähre“ |
| km
22,00 (RU): Marina im Ziegeleipark |
| km
16,30 (LU): Marina Zehdenick |
| km
16,10 (LU): Stadthafen Zehdenick |
| Havel-Oder-Wasserstraße |
| km
26,50 (RU): Bootshaus Dietrich |
| km
18,30 (LU): Marina Havelbaude |
| Havelkanal |
| km
0,90 (LU): Wassersportzentrum Nord-West |
| Spree-Oder-Wasserstraße |
| km
30,20 (RU): Aparthotel an der Spree |
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| Tipps
für den Törn |
| Schleusen |
| Müritz-Havel-Wasserstraße: |
| Mirow,
Diemitz, Canow, Strasen (alle mit Betriebspersonal). |
| Obere
Havel-Wasserstraße: |
| Steinhavel,
Fürstenberg, Bredereiche, Regow, Zaaren, Schorfheide,
Zehdenick, Bischofswerder. |
- Mit
Automatikbetrieb (Selbstbedienung) arbeiten: Bredereiche,
Regow, Zaaren, Schorfheide und Zehdenick.
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| Alle
nachstehend aufgeführten Schleusen sind mit Betriebspersonal
besetzt: |
- Havel-Oder-Wasserstraße:
Schleuse Lehnitz
|
- Spree-Oder-Wasserstraße:
Schleuse Charlottenburg und Schleuse Mühlendamm
|
- Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal
(Hohenzollernkanal): Schleuse Plötzensee
|
- Landwehrkanal:
Ober- und Unterschleuse
|
| Dieseltankstellen
und Fäkalienentsorgung |
| Falls
auf der Strecke doch mal der Sprit zur Neige geht oder der
Fäkalientank muss entleert werden, haben wir Sportbootanlagen
ausgewählt, die beides an Service bieten: |
- Obere
Havel-Wasserstraße, km 16,30 (LU): Marina Zehdenick
|
- Havel-Oder-Wasserstraße,
km 18,30 (LU): Marina Havelbaude
|
- Untere-Havel-Wasserstraße,
km 4,30 (RU): Marina Lanke Berlin
|
- Dahme-Wasserstraße,
km 3,50 (LU): Bootshaus Zeuthen
|
| Törnvarianten |
| Wer
noch Zeit übrig hat, könnte auch noch diese abzweigenden
Wasserstraßen für einen Tagestörn einplanen
(Reihenfolge von der Müritz nach Berlin): |
-
Rheinsberger- und Zechliner Gewässer
-
Lychener Gewässer
-
Templiner Gewässer
-
Wentower Gewässer
-
Müggelspree/Großer Müggelsee
-
Dahme-Wasserstraße
|
|
| Nautische
Informationen |
Touristische
Informationen |
- Wasser-
und Schifffahrtsamt Eberswalde
- Schneidemühlenweg
21, 16225 Eberswalde
- Telefon:
03334-27 60
- E-Mail:
wsa-eberswalde@wsv.bund.de
- Internet:
www.wsa-eberswalde.de
|
- Tourismus-Marketing
Brandenburg GmbH
- Am Neuen
Markt 1
- 14467
Potsdam
- Tel.
(0049) 0331-29873-0
- E-Mail:
tmb@reiseland-brandenburg.de
- www.reiseland-brandenburg.de
|
- Wasser-
und Schifffahrtsamt Berlin
- Mehringdamm
129, 10965 Berlin
- Telefon:
030-6 95 32-0
- E-Mail:
wsa-berlin@wsv.bund.de
- Internet:
www.wsa-b.de
|
- Berlin
Tourismus Marketing GmbH
- Am Karlsbad
11, 10785 Berlin
- Telefon:
030-25 00 25
- E-Mail:
information@btm.de
- Internet:
www.berlin-tourist-information.de
|
Hausboot
- Charter in Mecklenburg-Vorpommern mit Bootsverleih in Berlin
und Brandenburg
Yachtcharter in
Germany/Deutschland - Boote chartern für einen Bootsurlaub an der
Müritz, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und an der Ostsee
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