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Bootsurlaub - Urlaub an der Müritz

 

Logbuch von Matthias Sode - 10 Tage Bootsurlaub mit der Ariba

von Buchholz - Müritz nach Schwerin

 1. Einweisung
 2. Wir legen in Waren ab
 3. an der Schleuse
 4. Schweriner Schloss
 5. Insel Ziegelwerder
 6. Schweriner See
 7. Wir lichten den Anker
 8. Die Schleuse Lübz
 9. Schloss Klink
10. Heimreise
 

1. Tag Einweisung zum Anfang des Reiseberichtes vom Bootsurlaub

08:00

Einweisung! Das Boot ist gut und sinnvoll ausgestattet. Das Wetter ist sonnig mit leichter Bewölkung und mäßigem Wind.

11:00

Leinen Los! Abfahrt mit Ziel Röbel zum Einkaufen.

Die ARIBA liegt gut in der Hand, braucht aber viel Aufmerksamkeit beim Kurs halten.

11:55

Durchfahrt unter der Brücke bei Vipperow. Danach wird die Müritz etwas breiter und der Dalben markiert die Verbindung von Müritz-Elde- und Müritz-Havel-Wasserstraße.

Es kommt mehr Wind auf.

12:30

Wir sind auf der Müritz. Um die Kleine Kuhle und den Baben Schwerin herum fahren wir Richtung Röbel.

13:30

Wir machen im Stadthafen von Röbel fest. Die Liegeplätze sind mit 3 m pro Liegeplatz recht schmal, aber wir können für den Einkauf zwei Liegeplätze belegen.

14:45

Weiterfahrt mit Ziel Waren. Das Wetter ist sehr schön, sonnig und warm. Der Wind wird wieder schwächer.

17:00

Wir erreichen Waren und machen rückwärts am Steg B Liegeplatz 25 fest.

Dieser Liegeplatz wird heute noch benötigt, daher müssen wir nochmals umsetzen und machen rückwärts an der Hafenmauer fest. Ein perfekter Liegeplatz. Waren ist schön. Es gibt hier zwei interessante Kirchen, die Innenstadt liegt unmittelbar am Hafen und zu den sanitären Anlagen ist es vom Boot aus nur 50 m zu gehen.


 

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2. Tag Wir legen in Waren ab  zum Anfang des Reiseberichtes vom Bootsurlaub

10:30

Wir legen in Waren ab. Nach der Hafenausfahrt bleiben wir mit Westkurs nördlich der ausgetonnten Untiefe. Wir fahren vorbei am Hafen des Warener Segler-Vereins weiter zur Einfahrt in den Reeckkanal.

Weiter geht es über den Kolpinsee und den Fleesensee zum Petersdorfer See. Es ist bewölkt, aber trocken.

12:50

Wie geplant erreichen wir Malchow kurz vor 13:00 Uhr. Wir müssen nur wenige Minuten auf die Öffnung der Drehbrücke warten. Danach führt uns der Petersdorfer See weiter zum Plauer See. Leichter Regen treibt die Mannschaft unter Deck.

14:45

Plau mit der Hafeneinfahrt und der ersten Schleuse liegen vor uns. Wir folgen einem Passagierschiff und müssen etwa 15 Minuten vor der Schleuse warten. Nach der Ausfahrt des Gegenverkehrs können wir unter der Seilhubbrücke hindurch in das Schleusenbecken einfahren.

15:50

An der Schleuse Barkow dürfen wir unsere erste Selbstbedienungsschleusung durchführen. Der Regen hat aufgehört und die Schleusenbedienung ist völlig unproblematisch. Die langen Schaltzeiten erfordern jedoch ein klein wenig Geduld.

17:10

Vor der Schleuse Bobzin müssen wir auf die Bergschleusung warten. Danach erwartet uns mit 6,9 m Hub die Schleuse mit dem größten Hub der Müritz-Elde-Wasserstraße. Von der Schleusenwärterin erfahren wir, dass in Lübz und in Parchim keine Liegeplätze mehr zur Verfügung stehen.

Wir bekommen die Empfehlung, am Anleger vor der Schleuse von Lübz festzumachen.

Unsere jüngste Tochter Tara hat Gelegenheit eine Runde mit dem Fahrrad durch den Stadtpark zu drehen

18:10

Der Anleger des Stadtmuseums und Amtsturmes von Lübz ist für die Übernachtung gut geeignet.

 

und im Restaurant Aula gibt es ein deftiges Abendessen mit Lübzer Pils und Starkbier.


3.Tag  an der Schleuse zum Anfang des Reiseberichtes vom Bootsurlaub

08:45

Wir verziehen die ARIBA an den Kai der Schleuse und warten auf die erste Schleusung. Für die ARIBA muss auch die Brücke gehoben werden. All dies wird sehr freundlich und unkompliziert erledigt. Das Wetter ist warm und schön.

11:00

An der Schleuse Neuburg treffen wir auf zwei weitere Motorboote, die auf dem Weg nach Schwerin sind. Weil die Schleusung schon angefordert war, müssen wir nicht lange warten.

12:15

Wir erreichen die Schleuse Parchim und müssen den Gegenverkehr abwarten. Danach kann das Dreierpäckchen die Talschleusung durchführen.

14:20

Bei der Schleuse Garwitz liegt die Autobrücke über der Schleusenkammer. Mittlerweile ist die Mannschaft eingespielt und eine Schleusung wird zur Routine.

15:40

 

Wir passieren das Müritz Elde Dreieck auf geradem Weg. Nun befinden wir uns auf der Störwasserstraße.

17:15

Die Schleuse Banzkow wird noch komplett von einem Schleusenwärter bedient. Die Einfahrtanzeige ist eine Wendetafel, was mir nicht spontan auffällt. Nach einem knackigen: "Es ist Grün!" des Schleusenwärters setzt sich unser Tross in Bewegung.

18:10

Wir erreichen die Hubbrücke von Plate. In Banzkow war uns schon klar, dass wir die Öffnung um 19:00 Uhr abwarten müssen. Tara kann wieder Fahrrad fahren und zu dritt nutzen wir die Zeit fürs Abendessen.

19:00

Pünktlich wird die Hubbrücke geöffnet. Die beiden Boote, mit denen wir den ganzen Tag gemeinsam geschleust haben, fahren gleich weiter nach Schwerin, wir beenden erst unser Abendessen und folgen dann 20 Minuten später auf dem völlig ruhigen Störkanal.

20:45

Nach einem wunderschönen letzten Schlag machen wir beim Segler-Verein von 1894 in Schwerin fest.


4. Tag Schweriner Schloss  zum Anfang des Reiseberichtes vom Bootsurlaub

11:00

 

Wir lassen den Tag ruhig angehen. Es ist Sonntag und bei tollem Wetter ist ein Stadtbummel geplant.

Der Weg zu den Duschen und Toiletten führt jedoch durch die Bootsschuppen und ist daher nicht so angenehm. Deshalb führen wir etwas später einen Fäkalienservice durch und machen danach am Schwimmsteg fest.

Von hier hat man einen schönen Blick auf das Schweriner Schloss.


5. Tag Insel Ziegelwerder zum Anfang des Reiseberichtes vom Bootsurlaub

13:00

Heute wird es richtig heiß. Bei aufgelockerter Bewölkung sind Temperaturen von über 30 Grad vorhergesagt.

Wir fahren auf den Schweriner See hinaus und ankern in der nordwestlichen Bucht der Insel Ziegelwerder. Der Ankergrund ist gut, es herrscht wenig Wind und kaum Strömung. Wir bleiben über Nacht vor Anker
   

6. Tag  Schweriner See zum Anfang des Reiseberichtes vom Bootsurlaub

09:45

Um 11:00 Uhr sollte eine Besichtigung des Sternwarte von Schwerin mit einer Planetariumsvorführung möglich sein. Um 10:30 Uhr machen wir nochmals am Steg des Segler-Vereins von 1894 fest und laufen zur Sternwarte. Leider ist die Veranstaltung für eine Schulklasse reserviert und wir können nicht teilnehmen. Wir bummeln über das BUGA Gelände und den Schlosspark zurück zum Boot.

Das Wetter ist wieder richtig schön mit mäßigem Ostwind und wir fahren auf den Schweriner See hinaus. Diese Idee hatten einige Skipper und es liegen viele Boote vor Anker.

13:30
Für eine erste Schwimmpause bleiben wir an der Ostküste der Insel Kaninchenwerder.
17:00

Wir liegen im LUV und werden langsam zum Schilfgürtel getrieben. Daher lichten wir den Anker und setzen zur südwestlichen Bucht der Insel Ziegelwerder über.

Hier ist es wunderschön und der Anker sitzt gleich bombenfest. Hier können wir über Nacht bleiben. Die meisten Boote fahren am Abend zurück zum Hafen. Nur ein Segelboot ankert später für die Nacht.


7. Tag Wir lichten den Anker  zum Anfang des Reiseberichtes vom Bootsurlaub

09:30

Das Wetter ist wieder wunderbar und der Wind weht nun konstant aus östlicher Richtung. Bei leichter Bewölkung bleibt es heute noch trocken. Die Kinder schwimmen und füttern die Enten und Schwäne.

Mit meinem kleinen Modellsegelboot kann ich schöne Runden um die ARIBA drehen und immer wieder gibt es eine Kleinigkeit zu essen.

Dafür ist man mit einem Boot unterwegs. Solch eine Ruhe kann man an Land oder am Steg nicht finden.

13:00

Wir lichten den Anker und treten die Heimreise an. Vor uns fährt ein Passagierschiff. Das ist eine gute Nachricht. Am Montag war die Hubbrücke nicht in Betrieb. Sie hatte sich auf halber Höhe verklemmt und war für Schiffs- und Straßenverkehr unpassierbar. Ein Passagierschiff wird sich wohl kaum auf den Weg machen, um vor einer unpassierbaren Hubbrücke in Plate zu stehen!

14:20

Pünktlich kommen wir an der Hubbrücke an. Wir sollen hier das Passagierschiff passieren, denn es möchte später vor der Schleuse Banzkow wenden.

15:15

An der Schleuse Banzkow haben wir keine Wartezeit und die kleine Talschleusung ist in wenigen Minuten erledigt.

17:10

In die Schleuse Garwitz können wir direkt einfahren und stehen nun hinter zwei weiteren Motorbooten die Ostkurs auf der Müritz Elde Wasserstraße halten.

Vor der Bergschleusung vergewissern wir uns, dass wir nicht unter der Brücke eingeklemmt werden. Die ODIN aus Rechlin gibt nun das Reisetempo vor.

18:30

Vor uns liegt die Schleuse Parchim. Gerade fahren die letzten Boote der vorangegangenen Bergschleusung aus, daher müssen wir nun eine Weile warten. Um 19:05 Uhr fahren wir aus der Schleuse aus und können absehen, dass wir die Schleuse Neuburg nicht mehr passieren können.

19:10

Wir suchen einen Liegeplatz im Yachthafen von Parchim. Der liegt im alten Arm von der Müritz und ist wunderbar eingewachsen. Jedoch sind alle Liegeplätze belegt und wir fahren weiter zur Schleuse Neuburg.

20:30

Wir machen beim Wasserwanderrastplatz Neuburg fest. Hier werden wir wieder sehr freundlich aufgenommen! Es stehen hier 6 gut ausgebaute Liegeplätze zur Verfügung und es ist Strom und Frischwasser vorhanden. Nach wenigen Minuten sind die angemessenen Liegegebühren bezahlt und wir bekommen einen Schlüssel für die Dusche.


8. Tag Die Schleuse Lübz  zum Anfang des Reiseberichtes vom Bootsurlaub

08:40

Wir legen pünktlich ab und erreichen 15 Minuten später die Schleuse Neuburg. Die ODIN aus Rechlin ist wieder vor uns und hat die Schleusung schon angefordert.

09:15

Die Schleuse Neuburg liegt hinter uns. Die ODIN lässt uns passieren. Offensichtlich hat sie mit der Schraube Kraut aufgesammelt und der Skipper möchte dies vor der Weiterfahrt entfernen. Erwartungsgemäß ist es nach dem Frontdurchgang kälter geworden und die Bewölkung nimmt immer weiter zu.

10:50

Die Schleuse Lübz ist in Sicht. Es regnet mittlerweile konstant. Dennoch wird die Gelegenheit zum Einkaufen genutzt und wir besichtigen auch  den Amtsturm in Lübz. An der Schleuse werden wir mit den Worten: "Na, traut sich ja doch noch einer aufs Wasser!" wie gewohnt herzlich empfangen. Nach der Schleusung gibt es ein tolles Frühstück.

11:35

Wir machen am Kai vor der Schleuse Bobzin fest. Die Talschleusung wird gerade eingeleitet. 6,90 m sind schon ein gewaltiger Schleusenhub und das braucht seine Zeit.

12:00 Wir können in die Schleuse einfahren und bekommen den Tipp, möglichst weit hinten festzumachen.
  Dann öffnen sich die Seitenkanäle. In dem aufgewühlten Wasser möchte man nicht mit einem Kanu liegen. Es geht schnell aufwärts und nach gut 20 Minuten sind 2500 m³ Wasser in die Schleusenkammer geflossen. Das ist schon gewaltig!

13:30

Die Bergschleusung an der Schleuse Barkow funktioniert routiniert. Der Regen lässt etwas nach, dennoch sind nur wenige Wanderer und Angler unterwegs.

14:20

An der Schleuse Plau machen wir am Kai fest und melden uns an. Hier wird die Schleusung ebenfalls wieder für uns alleine ausgeführt. Vor der Ausfahrt wird wieder die Seilhubbrücke mit dem Kleinen Wärterhäuschen angehoben.

 

Hinter der Schleuse gibt es eine Fischräucherei.

Im Becken davor schwimmt ein großer Stör und für uns alle gibt es Räucherfisch und Matjesbrötchen

16:00 Nach dem Plauer See fahren wir in den Petersdorfer See ein. Wir haben das Tempo etwas gedrosselt und fahren mit Standgas auf Malchow zu. Der Regen hat aufgehört und die Rückseite macht sich mit kühleren Temperaturen bemerkbar. Die Luft wird nun frisch und klar. Die Klosterkirche von Malchow bietet einen schönen Hintergrund für die Boote, die vor der Straßendrehbrücke warten.

17:00

Pünktlich wird die Brücke geöffnet. Jedoch passiert zunächst der Verkehr von Ost nach West diese Stelle.

17:45

Durch den Fleesenkanal gelangen wir in den Kolpinsee. Wir nutzen die Gelegenheit und machen einen Abstecher in den Jabelschen See. Die Einfahrt ist mit großen, alten Bäumen komplett überwachsen. Das ist schon urig!

19:45

Nach der Überquerung des Kolpinsees und dem Reeckkanal erreichen wir über die Binnenmüritz den Stadthafen von Waren. Ein entgegenkommendes Motorboot verheißt nichts Gutes. Alle Liegeplätze sind belegt oder reserviert. Seltsam, dass dann ein kleines Motorboot längsseits am Gästesteg liegt und gleich drei Anlegeplätze dadurch blockiert.

20:00

Traurig verlassen wir den Stadthafen. Die Müritz Marina Waren erscheint uns nicht geeignet und wir versuchen unser Glück beim Warener Segler-Verein. Hier werden wir herzlich empfangen und können um 20:30 Uhr an der neu errichteten Mole festmachen.


9. Tag  Schloss Klink  zum Anfang des Reiseberichtes vom Bootsurlaub

09:00

Der Hafenmeister freut sich über den späten Gast und wir erledigen unkompliziert die Formalitäten für die Übernachtung. Im Kameruner Wäldchen hinter dem Segler-Verein befindet sich der Kletterwald Müritz. Das ist natürlich was für unsere Kinder und wir machen eine dreistündige Klettertour durch die verschiedenen Hochseilpfade.

15:00

Alle haben den Kletterausflug unbeschadet überstanden und wir begeben uns gemütlich auf den Heimweg. Nun werden die 5 Leinen, mit denen die ARIBA an der Mole festgemacht war auf slip belegt. An der Mole gibt es noch kein Scheuerbord und ich möchte eine Berührung mit einem der Betonpfeiler unbedingt vermeiden. Bei ablandigem Wind gelingt dieses Manöver völlig unspektakulär.

 

 

Eine Leine nach der anderen wird eingeholt und die ARIBA gleitet ganz langsam von der Mole weg. Die Strahlruder werden gar nicht benötigt und mit langsamer Fahrt geht es auf zum Schloss Klink.

Erst von der Südseite zeigt das Schloss Klink seine Schönheit.

Danach nehmen wir Kurs auf die Tonne MÜRITZ- MITTE. Der Nordwind frischt auf und einige Segler nutzen diese Gelegenheit.

Auf der Müritz bauen sich stattliche Wellen auf und die ARIBA will gut auf Kurs gehalten werden.

16:15

17:30

Zielow mit der Einfahrt in den Müritzarm liegt vor uns. Der Wind lässt nach und hinter der Straßenbrücke von Vipperow ist das Wasser ganz glatt.

18:30

Wir erreichen die Marina von Buchholz. Die meisten Charterboote sind schon wieder im Heimathafen. Relativ nahe am Ufer finden wir eine Box in die wir rückwärts einparken. Es weht kaum noch ein Lüftchen, daher gelingt das Festmachen ohne Probleme.

 

19:00

Die ersten Taschen werden gepackt und ins Auto geladen. Dazu wird dies wieder am Hafen geparkt.

Am "Storchennest" sitzt ein Storch hoch oben auf seinem Mast.

 

im Gästehaus Müritzsee - Gaststätte zum Storchennest

 

Dort bekommen wir ein wunderbares Abendessen.


10. Tag  Heimreise zum Anfang des Reiseberichtes vom Bootsurlaub

08:00

Alle Taschen werden von Bord gebracht. Irgendwie dauert dies länger, als die selben Taschen aus dem Auto auf das Boot zu bringen. Um 09:20 Uhr haben wir alles soweit geschafft und können die ARIBA übergeben.

Ein schöner Urlaub auf einem soliden Boot ist zu Ende.

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09:45

Bei immer stärker werdendem Regen treten wir unsere Heimreise an.

Logbuch von Matthias Sode - 10 Tage Bootsurlaub mit der Ariba


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