AGB

Allgemeine Bedingungen (AGB) für die Vercharterung eigener Yachten

Yachtcharter Römer GmbH & Co.KG, Dorfstraße 7, 17209 Buchholz

Die nachstehenden Bedingungen sind Bestandteil des Chartervertrages, der zwischen dem Charterer (Mieter) und der Yachtcharter Römer GmbH & Co. KG als Vercharterer (Vermieter) über  eine Yacht ab­geschlos­sen wird. Sie gelten nicht für Charterverträge über Yachten, die lediglich durch die Yachtchar­ter Römer GmbH & Co. KG vermittelt werden.

1. Reservierung und Vertragsabschluss

  • a) Nachdem der Vercharterer dem Kunden ein freibleibendes Angebot unterbreitet hat, hat der Charterer die Möglichkeit, entweder durch eine Online-Buchung oder durch die Rücksendung des unterschriebenen Angebots die Yacht zu den Bedingungen des Angebots reservieren zu las­sen. Diese Reservierung ist für den Charterer verbindlich.
  • b) Der Chartervertrag kommt auch für den Ver­charterer verbindlich zustande, sobald er dem Charterer eine Charterbestätigung erteilt hat. Diese wird per Post bzw. im Fall einer Online-Buchung an diejenige E-Mail Adresse versandt, von der aus die Buchungsan­frage des Kunden versandt wurde. Gleichzeitig erhält der Charterer per Post oder per E-Mail die Rechnung. Die Anzahlung wird sofort nach Erhalt der Charterbestätigung und der Rech­nung fällig.
  • c) Ist die An­zah­lung nicht bin­nen 14 Tagen nach dem Datum der Charterbestätigung auf dem vom Vercharte­rer ange­gebenen Konto ein­gegangen, ist dieser berechtigt, die Buchung zu stornieren und die Yacht an­derwei­tig zu verge­ben.
  • d) Die vereinbarte Chartergebühr umfasst die Miete der Yacht einschließlich des in der Beschreibung an­gegebe­nen Zubehörs. Nicht umfasst sind Sonderausstattungen sowie die Fäka­lienent­sorgung. Die Chartergebühr für die gesamte Mietzeit ist vom Charterer vor der Übernahme der Yacht in voller Höhe zu zahlen. Außerdem ist er verpflichtet, eine Kaution in der vereinbarten Höhe zu hinterle­gen, wenn nichts ande­res vereinbart wird (z.B. All-lnklusive‐Paket). Reservierungsänderungen kann der Verchar­terer zu­las­sen, wenn dies möglich und zumutbar ist.

2. Rücktritt des Charterers

Der Charterer ist berechtigt, vor Antritt der Reise ohne Angabe von Gründen durch schriftliche Erklärung von dem Chartervertrag zurückzutreten. Er ist im Fall eines Rücktritts verpflichtet, dem Vercharterer folgende Entschädigung zu zahlen:

  • Bei Eintreffen der Rück­trittserklärung vor dem 56. Kalendertag vor Beginn der Bootsreise eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 150,00 € ,
  • bei Eintreffen der Rücktrittserklärung zwischen 56.und 42.Kalendertag vor Beginn der Boots­reise 30% der Chartergebühr,
  • bei Eintreffen der Rücktrittserklärung weniger als 42 Kalendertage vor Beginn der Bootsreise 100% der Chartergebühr.

Sofern der Vercharterer die Yacht weitervermieten kann, wird die vereinnahmte Miete gegen die Entschädigungsforderung verrechnet. In jedem Fall bleibt der Charterer jedoch zur Zahlung einer Bearbeitungsgebühr von 150,00 € verpflichtet. Der Nachweis eines geringeren oder nicht eingetretenen Schadens steht dem Charterer frei.

3. Übergabe

  • a) Der Vercharterer stattet die Yacht mit nach seinem Ermessen ausreichendem Ge­schirr, Bettdecken und Kissen, Kartenmaterial, Rettungsmitteln und weiterem Zubehör aus. Der Charterer bringt seine Bett‐ und Kissenbezüge sowie Handtücher mit und weist diese auf Verlangen vor.
  • b) Der Vercharterer verpflichtet sich, die Yacht zum vereinbarten Termin in vertragsgemäßem, betriebsberei­tem, gereinigtem Zustand mit vollem Wasser‐ und Treibstofftank zur Verfügung zu stel­len und den Char­terer in die Bedienung der Yacht einzuweisen.
  • c) Bei Einweg­fahrten kann der Vercharterer die Richtung der Fahrt ändern. Bei einer Änderung erhält der Charte­rer spätes­tens 48 Stunden vor­her Bescheid.
  • d) Sofern die Yacht nicht rechtzeitig vom Vercharterer zur Verfügung gestellt werden kann, weil ihre Taug­lichkeit für den Vertragszweck aufgrund vom Vercharte­rer nicht zu vertretender Umstände (bei­spiels­weise infolge Havarie oder der Beschädigung der Yacht selbst bzw. für ihre Nutzung wesentlicher Aus­rüstungsgegenstän­de bei der Vorchar­ter) nicht gegeben ist, kann der Vercharterer innerhalb von 48 Stun­den ab dem vereinbarten Über­gabezeitpunkt eine gleichwertige Ersatzyacht stellen. Erst da­nach ist der Charterer be­rechtigt, vom Vertrag zurückzutreten. Gleichwertig ist die Ersat­zyacht dann, wenn sie eine vergleichbare Größe, Motorleistung und Kojenanzahl hat sowie auch hin­sichtlich der vertragswe­sent­lichen Ausrüstungsgegenstände der gebuchten Yacht entspricht. Im Rücktrittsfall hat der Vercharterer die von dem Charterer gezahlten Beträge zurückzuerstatten. Eine Haf­tung für weitere Schäden ist aus­geschlossen, es sei denn, die Unmöglichkeit, rechtzeitig ein Boot zur Verfügung zu stellen, beruht auf Vor­satz oder grober Fahrlässigkeit des Vercharterers.
  • e) Der Charterer ist verpflichtet, vor Übernahme der Yacht einen Bootsführerschein-Binnen, einen Charterschein oder einen vergleichba­ren amtlichen Befä­higungs­nachweis vorzulegen. Solange er diese Papiere nicht vorlegt, wird die Yacht nicht übergeben; der Vercharterer behält den vollen Anspruch auf Vergütung.
  • f) Vor der Über­gabe wird von den Vertrags­parteien ein gemeinsames Übergabeprotokoll erstellt.

4. Pflichten des Charterers

  • a) Während der Fahrt darf die Yacht nur von den Personen geführt werden, die einen Bootsführerschein-Binnen, einen Charterschein oder einen vergleichbaren amt­lichen Befähigungsnachweis vorgelegt haben und im Chartervertrag namentlich benannt sind. Die zulässige Personenzahl für den Aufenthalt an Bord darf nicht überschritten werden.
  • b) Der Charte­rer darf die Yacht nur auf deutschen Binnengewässern nutzen, es sei denn, etwas anderes ist aus­drücklich vereinbart. Vor Sonnenaufgang und nach Sonnenun­tergang darf die Yacht nicht gefah­ren werden.
  • c) Der Charterer verpflichtet sich, die Yacht sorgsam zu behandeln, Schäden zu ver­meiden, die Gesetze und behördlichen Anweisungen zu beachten, nur innerhalb der Betonnung zu fahren, bei schlechten Sicht‐oder Wetterverhältnissen nicht auszulaufen bzw. den nächstgele­ge­nen Hafen oder eine sichere Ankerbucht aufzusuchen und die Yacht nur zu verlassen, wenn sie aus­reichend gegen Diebstahl und Vandalismus gesichert ist. Rauchen in den Räumen der Yacht ist nicht erlaubt.
  • d) Das Bergen und Schlep­pen eines ande­ren Bootes ist dem Charterer unter­sagt.
  • e) Der Charterer wird be­sondere Vorkommnisse während der Fahrt, insbesondere Dieb­stahl, Grundberührungen, Havarien, Kollisionen und Motorschäden sowie eventuelle weitere Stö­rungen bzw. Mängel un­verzüglich telefo­nisch dem Vercharterer melden und dessen Weisungen einholen. Einen Diebstahl des Boo­tes wird der Charterer auch der örtlichen Polizeidienststelle melden.
  • f) Der Charterer darf fällige Repara­turen, Ha­varien usw. nur von dem Mobilservice des Vercharterers oder einer von diesem benannten Bootswerk­statt beheben lassen.
  • g) Der Charterer verpflichtet sich, die Yacht nicht an Dritte zu überlassen, sie ins­besondere nicht unterzuvermieten, keine gewerbliche Personenbe­förderung zu be­treiben und die Teil­nahme an sportlichen Wett­kämpfen zu unterlassen.

5. Gewährleistung, Haftung, Kaution

  • a) Alle Beschreibungen und Abbildungen in Werbemitteln kön­nen vom Original abweichen. Für die Genauigkeit von Karten und Navigationsmitteln wird keine Ge­währ übernommen. Ein störungsfreier TV‐Empfang wird nicht garantiert.
  • b) Wegen Mängeln an der Yacht oder der Ausrüstung stehen dem Charterer Ansprüche nur zu, wenn diese die Tauglichkeit des Bootes zu dem vorgesehenen Zweck ausschließen. Störungen am Radio, TV, CD‐Player, Kühl­schrank, Mikrowelle, Beleuchtung, Türgriffen und ‐schlössern, Scheibenwischer, Bug‐ und Heck­strahl­ruder schließen den vertragsgemäßen Gebrauch nicht aus.
  • c) Einsätze des Mobilservices des Vercharte­rers bzw. von ihm beauftragter Drittunternehmen, die aufgrund vom Charterer bzw. seiner Crew verursachter Störungen (z.B. Beseitigung von Toilettenverstopfungen durch die Entsorgung nicht in das WC gehörender Gegenstände) erforderlich werden, oder die auf einer unbegründeten Anforderung seitens des Charterers beruhen, sind vergütungspflichtig.
  • d) Bei auftretenden technischen Defekten, die die Weiterfahrt aus­schließen oder dem Ausfall sicherheitstechnischer und vorgeschriebener Ausrüstungsgegenstände besteht ein Anspruch auf Erstattung der Vergütung für entgangene Chartertage, wenn keine Repara­tur bzw. Ersatz erfolgt. Hierbei gilt eine Reparatur- bzw. Lieferzeit von 12 Stunden im Zeitraum von Montag-Samstag zwischen. 8:00 und 18:00, nicht an Sonn- und Feiertagen, als vereinbart. Ausfall­zeiten von weniger als 12 Stun­den begründen Ersatzansprüche nur, wenn sie auf Vorsatz oder gro­ber Fahrlässigkeit des Vercharte­rers beruhen.
  • e) Für die Planung von Touren ist der Charterer selbst verantwortlich. Der Ver­charterer übernimmt für die Durchführbarkeit keine Gewähr, und zwar auch dann nicht, wenn die Tour aufgrund von Vorschlägen des Vercharterers geplant wurde. Dies gilt insbe­sondere für Ein­schränkun­gen auf­grund zu hoher oder zu niedriger Wasserstände, Brückenhöhen, Schleusenöff­nungen und bei Wasser­straßensperrungen. Ansprüche des Charterers sind aus­ge­schlos­sen, wenn der Gebrauch des Bootes durch eine Grundberührung, Kollision oder eine Hava­rie einge­schränkt wird. Ist der Charterer für eine Havarie selbst verantwortlich, hat er für diejenige Zeit, in der die Yacht festliegt und die die Mietdauer überschreitet, dem Vercharterer Ersatz zu leisten wie im Fall einer verspäteten Rückgabe der Yacht.
  • f)  Der Charterer haftet für alle während der Fahrt auf­treten­den Schäden an der Yacht, es sei denn, er hat sie nicht zu vertre­ten. Sollte ein kleinerer, vom Charte­rer verursachter Schaden die Weiterfahrt nicht behindern, ist der Charterer verpflichtet, nach telefo­ni­scher Benachrichtigung des Vercharterers 12 Stunden vor dem vereinbarten Ablauf der Char­terfrist zurückzukehren, um die Behebung des Schadens zu ermöglichen, damit die Nutzung für die nachfol­genden Kunden nicht verzögert wird.
  • g) Die hinterlegte Kaution dient zur Deckung eventueller Schä­den, Verluste sowie zusätzlicher Char­tergebühren und Schadenersatzansprüche infolge Termin­ver­zugs. Weitergehende Schadener­satzan­sprüche sind hier­durch nicht ausgeschlossen. Die Kaution ist dem Charterer zurückzuerstatten, wenn die Yacht ver­tragsgemäß zurückgegeben wird.
  • h) Der Ver­charterer versichert die Yacht und den berechtig­ten Bootsführer im eigenen Interesse gegen ver­sicherbare Schadensersatzansprüche Dritter; weiter­hin schließt er ebenfalls im eigenen Interesse eine Vollkaskoversicherung für die Yacht ab, die auch Schäden durch höhere Gewalt, Strandung, Schiff­bruch, Sinken, Zusammenstoß, Diebstahl, Feuer‐ und Blitzschlag einschließt. Die Versicherung ent­hält eine Selbstbeteiligung pro Schadensfall.
  • i) An­sprüche des Charterers sind von ihm schnellstmöglich, spätestens aber einen Monat nach Beendigung der Reise schriftlich gel­tend zu machen, an­derenfalls verfallen sie.

6.Rückgabe

  • a) Der Charterer gibt die Yacht zum vereinbarten Termin am vereinbarten Ort frei von Schäden ‐soweit diese nicht bereits bei Übergabe vorlagen ‐, geräumt und besenrein und mit sämt­lichem übergebenen Zubehör zurück. Bei der Rückgabe wird von den Parteien ein gemeinsames Übergabeprotokoll erstellt. Für den Fall verspäteter Rückgabe, die der Charterer zu vertreten hat, lei­stet er eine Entschädigung in Höhe von einem Siebtel des jeweiligen Listenwochenpreises je angefan­genen Tag der verspäteten Rückgabe, soweit nichts anderes vereinbart ist. Geringfügige Verspätun­gen ‐ bis zu 2 Stunden ‐ bleiben hierbei außer Betracht. Die Geltendmachung weitergehender Scha­densersatzansprüche des Vercharterers ist hierdurch nicht ausgeschlossen.
  • b) Bei Rückgabe wird die Yacht durch den Vercharterer auf Kosten des Charterers vollgetankt.
  • c) Für vom Charterer zu vertre­tende Schäden, feh­lende Ausrüs­tungsteile sowie andere Mängel hat der Charterer eine angemessene Entschädigung zu zahlen, die der Vercharterer nach billigem Ermessen (§ 315 BGB) festsetzt. Gleiches gilt, wenn die Rückgabe des Bootes aus Gründen, die der Vercharterer nicht zu vertreten hat, nicht zum verein­barten Termin, sondern an einem Sonn- oder Feiertag stattfindet. Die Entschädigung ist mangels an­derer Vereinbarung sofort fällig und kann von der hinterlegten Kaution in Abzug gebracht werden. Wei­terge­hende Scha­densersatzansprüche, z.B. wegen Terminverzugs, sind hierdurch nicht ausgeschlos­sen.

7. Sonstiges

Mündliche Nebenabreden sind unwirksam. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen berührt den Vertrag im Übrigen nicht.

8. Gerichtsstand

Gerichtsstand für alle sich aus dem Chartervertrag ergebenden Rechtsstreitigkeiten ist Waren.

9. Informationspflicht gemäß Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (§ 36 VSBG)

Wir sind zur Beilegung von Streitigkeiten mit Verbrauchern vor der Verbraucherschlichtungsstelle nicht bereit.

Verbraucher können sich an die folgende Verbraucherschlichtungsstelle wenden:
Allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle des Zentrums für Schlichtung e.V.
Straßburger Straße 8
77694 Kehl
Tel.: 0049 7851 7957 940
Telefax: 0049 7851 7957 941
Internet: www.verbraucher-schlichter.de
E-Mail: mail@verbraucher-schlichter.de

Stand: 17.10.2018 – vorherige AGBs verlieren ihre Gültigkeit. Sie können unsere AGB hier herunterladen.